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Mittelchen bei Strahlfäule
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Geschrieben von: Barbara | medipress.bera@bluewin.ch | 27.Nov.02 12:25
Hallo Dr. Biernat,
Vor kurzem haben Sie im Forum einen Korrespondenten gewarnt, verschiedene "Mittelchen" bei Behandlung bei Strahlfäule zu benützen. Ich möchte kurz daruf zurückkommen, da ich bereits diese unangenehme Erfahrung gemacht habe.
Meine 9-jährige Stute hatte anfängliche Strahlfäule und ich wollte diese mit dem Pix-Hufspray von Leovet behandeln. Dies war eine fatale Entscheidung!.
Kurz nadchem ich diese Mixtur in die mittlere Strahlfurche eingeträufelt habe, fing das Pferd an, gewaltig um sich zu schlagen und mit den Hufen zu scharren. Innert kürzester Zeit war die ganze Boxeneinstreu vollkommen durchgewühlt. Nach etwa einer 1/2 Stunde war die Aufregung vorbei.Das Pferd hat sich beruhigt, lahm nicht und zeigt (äusserlich!) keine weiteren Nachwirkungen dieser Behandlung. Das Verhalten meines Pferdes hat mich jedoch sehr beunruhigt. Habe ich irgendwelche inneren Verletzungen des Hufes verursacht ? (z.B. Verätzung der Lederhaut ?) oder war es eine besondere Empfindlichkeit meines Pferdes ? Auf dem Etikett von Pix-Hufspray steht keine Warnung vor sochen heftigen Reaktionen. Deshalb habe ich es als "einfaches" Pflegemittel betrachtet, ohne mir grosse Sorgen zu machen, dass ich mein Pferd damit ernsthat verletzen kann.
Danach (!) wollte ich mich kundig machen, um über die Wirkund der Strahlfäule-Mittel mehr zu erfahren. Ueber Internet, Zeitschriften, Bücher und Hersteller habe ich eine enorme Anzahl von Informationen erhalten. Leider je mehr ich erfahren habe, desto verwirrter war ich. Viele Informationen sind widersprüchlich und jeder versucht mich zu überzeugen, wie wirkungsvoll und unbedenklich sein Mittel ist. Keine von diesen Informationen wurde so richtig begründet (z.B. mit klinischen Studien), geschwiege mit entsprechendem Literaturnachwis untermauert.
In der Spezialausgabe von Cavallo "Das grosse Medizin-Kompendium" No 1/2002 glaube ich aktuelle Informationen über Behandlung von Strahlfäule zu finden. Leider sind auch dort Informationen, die mir im Alltag nicht weiter helfen. Die Produkte, die in diesem Beitrag aufgelistet sind, gelten entweder als krebserregend (Formaldhyd), ätzend (Kupferveritriol, Holzteer, Jodoformäther) oder im Verdacht, dass sie Allergien ausläsen können (Teebaumöl). Sogar die Frage wie verwende ich Wasserstoffperoxid-Lösung ist eher verwirrend als eindeutig. Einmal steht es da, dass die 3prozentige Lösung unbedingt verdünnt werden soll, dann aber in einem Beispiel spricht man von einer 5prozentiger Lösung, mit der der Strahl gessäubert wird. Was ist nun richtig ??
Zum Schluss bekommen wir eine Information, dass "Aehnlich arbeitet Jochen Biernat in seiner Huf-Reha-Station..(-) Er verwendet allerdings andere Mittel zur Desinfekton und Heilung und hat damit verblüffende Erfolge erzielt" - WELCHE MITTEL ????
Ich finde es schade, dass ein Medizin-Kompendium nicht von fachundigen Aertzten geschriben wird, sondern hier und da deren Aussagen zitiert, die aus dem Kontext gerissen sind.
Lieber Dr. Biernat, wären Sie bereit, hier in diesem Forum, uns zu sagen, wie und womit wir unbedenklich Strahlfäule behandeln können (falls möglich mit Angabe von konkreten Produkten)? Gibt es diesbezügliche Fachliteratur, auf die wir uns verlassen können ?
Ich bin überzeugt, ich spreche im Namen viele Pferdebesitzer und Pfleger.
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